Auf den Spuren der Kelten und Römer

Eine Statue der gallo-römischen Göttin Sirona wurde in einem Quellheiligtum im Idarwald gefunden. Sie ist die Namensgeberin des Weges.

Sirona war die Beschirmerin von Brunnen, Bächen und Flüssen. Sie wurde von den Kelten und Römern gleichermaßen als Göttin von hohem Rang verehrt. In ihrer religiösen Bedeutung hat sie eine Beziehung zu den Nymhen der griechischen Mythologie.

Ihr Bild begleitet den Besucher als Symbol entlang des
SIRONA-WEGS

Der Hunsrück-Nahe-Raum gehört zu den frühen Siedlungsräumen der Kelten, die schon im 6. Jahrhundert v. Chr. hier ansässig waren. Aus einer Vermischung mit Germanen entstand der Stamm der Treverer. Nach den archäologischen Funden läßt sich für die folgenden Jahrhunderte eine große Siedlungsgeschichte erkennen.

Mit der Eroberung Galliens durch die Römer wurden auch die Treverer unterworfen. Trotz mehrerer großer Aufstände nahmen sie nach und nach die Kultur und Lebensform der Römer an. Viele Siedlungen und ein dichtes Straßennetz entstanden. Nach verheerenden Germanen-Einfällen begann das römische Leben in diesem Raum im 4. Jahrh. n. Chr. zu erlöschen, bis es mit der Eroberung der einstigen Kaiserstadt Trier durch die Franken (475 n. Chr.) endete.

Sirona - Pavillon
Stipshausen

Foto:
Hermann Mosel

Von der Altburg bei Bundenbach bis zur Altburg bei Hoppstädten-Weiersbach - beides befestigte Siedlungen der Kelten - führt der 100 km lange Sirona-Weg durch die Hunsrück-Nahe-Region. Er bindet im Norden an die Ausonius-Straße mit dem römischen Vicus Belginum und im Südwesten an den keltischen Ringwall Otzenhausen an.
Hier blühte zwischen dem 6. vorchristlischen und dem 5. nachchristlichen Jahrhndert ein reiches keltisches und später römisches Leben. Der Sirona-Weg will die Zeugnisse dieser Kulturen an vielen Stationen anschaulich vermitteln. Höhenburgen, rekonstruierte Keltendörfer und Römervillen, Hügelgräber, Heiligtümer und Museen geben dem Besucher einen lebendigen Eindruck des Lebens von Kelten und Römern vor zwei Jahrtausenden.

Mit dem Rad, per Pedes oder mit dem Auto kann sich der Besucher seine Wünsche nach kulturellen Erlebnissen, Naturnähe und körperlicher Aktivität erfüllen.

Weitere Details finden Sie unter: http://www.sirona-weg.de